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Fragen zu Balkonkraftwerken im Allgemeinen

Ein Balkonkraftwerk, auch Mini-PV-Anlage genannt, besteht in der Regel aus ein bis vier Photovoltaik-Modulen und einem Wechselrichter, der einfach über einen Schukostecker / Haushaltsstecker in die Steckdose eingesteckt werden kann. Diese Anlagen können an verschiedenen Orten installiert werden, wie zum Beispiel am Balkon, im Garten, auf einem Flachdach oder an einer Fassade. Die erzeugte Energie wird direkt in das Hausnetz eingespeist und kann sofort von den angeschlossenen Geräten genutzt werden und damit die Stromkosten zu senken. Balkonkraftwerke sind besonders geeignet für Mieter und Wohnungseigentümer, die keinen Zugang zu größeren Dachflächen haben.

Ein Balkonkraftwerk besteht aus Solarmodulen, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln. Diese Energie wird über einen Wechselrichter von Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom umgewandelt und direkt in das Hausnetz eingespeist. Sobald der Strom im Hausnetz verfügbar ist, wird er automatisch von den Haushaltsgeräten wie Kühlschrank oder WLAN-Router genutzt, da elektrischer Strom immer den Weg des geringsten Widerstands nimmt. So wird der selbst erzeugte Strom direkt für den Eigenverbrauch verwendet.

Betreiber von Balkonkraftwerken sind verpflichtet, ihre Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur zu registrieren. Dieser Prozess erfasst grundlegende Informationen wie installierte Leistung und Standort und erfüllt die gesetzlichen Meldepflichten.

Es gibt verschiedene Arten von Stromzählern. Bei einigen älteren Zählern kann es vorkommen, dass der Zähler rückwärts läuft, wenn überschüssiger Strom ins Netz eingespeist wird. Laut aktueller Gesetzgebung stellt dies jedoch kein Hindernis für den Betrieb von Balkonkraftwerken dar und ist erlaubt. Nach der Anmeldung Ihres Balkonkraftwerks im Marktstammdatenregister erfolgt meist eine automatische Mitteilung an den Messstellenbetreiber. Der Messstellenbetreiber (meistens der Netzbetreiber) wird Sie daraufhin schriftlich darüber informieren, dass der Zähler ausgetauscht werden muss. Betreiberinnen und Betreiber haben mit der Anmeldung ihre Pflicht erfüllt und müssen sich nicht selbst um den Zählertausch kümmern. Die Umrüstung auf einen modernen Zähler ist meistens kostenlos und dauert nach unserer Erfahrung etwa 4 bis 6 Monate.

Um ein Balkonkraftwerk zu betreiben, benötigen Sie:

  • Einen geeigneten Montageort mit ausreichend Sonnenlicht
  • Eine Außensteckdose für den Anschluss

Fragen zur Montage

Wir montieren aus Sicherheitsgründen unsere Module ausschließlich flach am Balkongeländer anliegend. Bei aufgeständerten Module kann Wind von der Seite (Scherwinde) leichter zwischen Balkon und Rückseite des Moduls greifen. Dadurch entstehen höhere Kräfte und Sogwirkungen die das Modul samt Halterung vom Balkon wegziehen. Diese auftretenden Kräfte möchten wir auf ein Minimum reduzieren. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass nahezu sämtliche Hausverwaltungen mit dem wir in Kontakt stehen inzwischen in Ihren Beschlüssen zur Installation von Balkonkraftwerken eine anliegenden Montage fordern. Durch die fehlende Neigung bzw. Aufständerung von etwa 9° sinkt der Ertrag um etwa 10 - 20%. Üblicherweise verlängert sich dadurch die Amortisationszeit um etwa 0,5 bis 1 Jahr. Wir haben uns entschieden aus Gründen der Sicherheit diesen Kompromiss einzugehen.

Ja, im Oktober 2023 hat das Deutsche Institut für Bautechnik festgestellt, dass es sich bei Balkonkraftwerken um keine Bauprodukte handelt. Aus diesem Grund dürfen auch Balkonkraftwerke herkömmlichen Solarmodule in über 4m Höhe montiert werden, sofern die Montage sicher und stabil ist.

Balkonkraftwerke sind aufgrund ihrer kompakten Größe flexibel platzierbar - ob auf Balkonen, Fassaden, Terrassen, Garagendächern oder im Garten. Wichtig ist eine möglichst freie, sonnenzugewandte Ausrichtung, idealerweise in einem Winkel von 30 bis 35 Grad nach Süden. Bei Abweichungen von diesem idealen Winkel ist mit einer etwas geringeren Stromproduktion zu rechnen.

Fragen zu den Komponenten

Die Solarmodule haben in der Regel eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Wechselrichter haben eine kürzere Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren und müssen möglicherweise einmal während der Lebensdauer der Anlage ausgetauscht werden.

Seit Mai 2024 sind Balkonkraftwerke mit einem 800 Watt Wechselrichter erlaubt. Diese Grenze wurde festgelegt, um die Netzstabilität zu gewährleisten und den Verwaltungsaufwand zu minimieren. Demnach ist der Wechselrichter bei Balkonkraftwerken so konfiguriert ist, dass er die Leistung auf maximal 800 Watt begrenzt. Auch wenn die Solarmodule mehr als 800 Watt produzieren könnten, wird der überschüssige Strom nicht ins Haushaltsnetz eingespeist. Insbesondere bei drei oder vier Modulen kann es daher sinnvoll sein einen zusätzlichen Speicher zu installieren, sodass der überschüssige Strom gespeichert wird und in den Abendstunden verbraucht werden kann.

Ein Photovoltaik Modul nutzt Halbleitermaterial, um Sonnenlicht in elektrische Energie umzuwandeln, wobei gängige Module bis zu 600 Watt Peak (Wp) erreichen können. Grundsätzlich empfiehlt sich der Einsatz von 2-4 Modulen. Wichtig, ist, dass die kombinierte Nennleistung aller in einem Balkonkraftwerk installierten Solarmodule 2000 Watt Peak nicht überschreiten. Beachten Sie bei der Auswahl auch Kennwerte wie Effizienz, Produkt- und Leistungsgarantie, Wirkungsgrad sowie auf die Größe, Optik und das Herkunftsland der Module.

Fragen zur Wirtschaftlichkeit und Größe der Anlage

Die Stromerzeugung eines Balkonkraftwerks hängt von der Leistung der Solarmodule und der Sonneneinstrahlung ab. Bei optimaler Ausrichtung an einem verschattungsfreien Montageort lassen sich mit einem Balkonkraftwerk bestehend aus zwei Photovoltaik-Modulen 800 kWh in einem Jahr erzeugen. Die tatsächlich erreichte Ersparnis hängt insbesondere vom eigenen Verbrauchsverhalten ab.

Ja, ein Balkonkraftwerk erzeugt auch im Winter Strom, jedoch in geringerer Menge aufgrund der kürzeren Tageslichtdauer und der niedrigeren Sonnenintensität. Trotzdem kann es einen Beitrag zur Deckung der Grundlast leisten.

Grundlast bezeichnet den kontinuierlichen Mindestbedarf an elektrischer Energie, der in einem Haushalt über einen bestimmten Zeitraum hinweg besteht. Dazu gehören Geräte wie Kühlschränke, Router oder Standby-Geräte, die ständig Strom verbrauchen. Ein Balkonkraftwerk kann helfen, diese Grundlast abzudecken und somit den Netzbezug und damit die Stromkosten zu reduzieren

Energieeinsparungen mit einem Balkonkraftwerk können signifikant sein. Die Amortisationszeit hängt von den Anschaffungskosten, der jährlichen Stromerzeugung und den Strompreisen ab.

Mehr Informationen finden Sie in unsere eigenen Balkonkraftwerk-Rechner: Balkonkraftwerk-Rechner

Als externe Quelle können Sie auch den Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin nutzen: Stecker-Solar-Simulator

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